Bisher eingesparte Ressourcen über kaputt.de *
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* Seit Gründung hat kaputt.de über 45.000 Reparaturen in die Wege geleitet. Eine Reparatur spart gegenüber dem Neukauf etwa 2/3 der Ressourcen ein. Während ein neues Smartphone in der Produktion etwa 70kg CO2 verursacht, ist die Herstellung eines Ersatzteils stellenweise bis zu 9 Mal sparsamer im Ressourcenverbrauch.

Smartphone Elektroschrott - Gemeinsam nachhaltig und ökologisch handeln

Durchschnittlich wird ein Smartphone etwa 2 Jahre genutzt, bevor es von einem neuen ersetzt wird. Das kann an Defekten liegen, wie beispielsweise einem leistungsschwachen Akku oder aber an der Attraktivität, ein nagelneues Handy zu besitzen mit den neusten Features und modernerem Design. Deshalb verwundert es nicht, dass mit der stetigen Zunahme an verkauften Mobiltelefonen auch die Menge an anfallendem Elektroschrott wächst. Das UNEP schätzt die jährliche Zunahme an internationalem Elektroschott auf 40 Millionen Tonnen.


Doch was passiert mit dem alten Smartphone?

Die umweltfreundlichste Möglichkeit, mit Elektroschrott umzugehen, ist es, die Geräte zu reparieren und wieder zu verkaufen oder zu verschenken. Aufgrund der zahlreichen verbauten Materialen ist es sehr aufwändig, ein Smartphone zu recyceln und die Rohstoffe wiederzuverwerten.

Elektroschrott Smartphone
Smartphone Einzelteile

Was steckt im Smartphone?

Das Handy ist eine wahre Schatzkiste!
Jedes Mobiltelefon enthält ca. 60 verschiedene Materialien und darunter erhebliche Mengen der fünf begehrten Metalle:

Rohstoff Gewicht pro Handy Gesamtgewicht Wert (in Dollar)
SILBER 250 mg 325 t 186 Mio.
GOLD 24 mg 31 t 1,1 Mrd.
PALLADIUM 9 mg 12 t 168 Mio.
KUPFER 900 mg 12.000 t 88 Mio.
KOBALT 380 mg 4.900 t 244 Mio.

 

In einer Tonne Handys, das entspricht ca. 15.000 Stück, befinden sich im Durchschnitt 300 g Gold, 3 kg Silber, 120 kg Kupfer und etwa 100 g des sehr seltenen Palladiums. Da bis zu 80 % der Stoffe eines Handys recycelt werden können, lagert ein beachtlicher Rohstoffschatz in den Haushalten! Wenn alle drei Milliarden Handybesitzer je ein Gerät recyceln würden, könnte man 240 000 Tonnen Rohstoffe einsparen und Treibhausgase entsprechend vier Millionen Autos reduzieren.

Ressourcenfresser Smartphone

Der Lebensweg des Smartphones beginnt mit der Gewinnung und der Herstellung der Rohstoffe sowie dem Transport zum Produktionsstandort. Dabei können bereits einige 1000 Transportkilometer zusammenkommen. Dafür wird ebenso Energie aufgewendet wie bei der Montage eines Produktes. Ein Handy besteht aus 43 Prozent Kunststoff, 34 Prozent Keramik und Glas und 32 Prozent Metallen. Alle werden mit sehr hohem Energieaufwand gewonnen. Auch der Transport der Verpackung verbraucht Energie, der Weg des verpackten Gerätes zu den einzelnen Verkaufsmärkten ebenfalls. Die letztendliche Nutzung des Geräts benötigt zusätzlich Strom, der während seines Lebens verbraucht wird. All das summiert sich in dessen Ökobilanz.

 

Smartphone Ökobilanz - Kunststoff, Keramik, Glas
Grafik Elektroschrott-Aufkommen

Elektroschrott - Aufkommen: Deutschland liegt im oberen Mittelfeld

Gleich nach von den USA, China und Japan sind wir Deutschen im oberen Mittelfeld, wenn es um Elektroschrott-Verursachung geht. Allein im Jahr 2014 wurde hierzulande 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott produziert. Beachtlich ist jedoch, dass die Länder USA und China nur in den absoluten Zahlen vorne liegen. Betrachtet man das Elektroschrott-Aufkommen pro Einwohner, liegen europäische Länder weiter vorn: Top Fünf sind hier Norwegen (28,3 Kilogramm/Einwohner), die Schweiz (26,3 kg/Einwohner), Island (26 kg/Einwohner), Dänemark und Großbritannien. Deutschland liegt auf Einwohner gesehen mit 21,6 kg betrachtet dahinter. Zum Vergleich: Für den afrikanischen Kontinent liegt die Menge pro Einwohner durchschnittlich bei 1,7 Kilogramm.

Insgesamt belief sich die Schrottmenge für Europa für 2014 (Russland mitgerechnet) auf 11,8 Millionen Tonnen.

Unser Tipp:

Bei gepflegtem Gebrauch halten die Geräte bis zu drei Jahre, wenn man zwischendurch mal einen neuen Akku anschafft (oder einbauen lässt). Und das ist bis auf Weiteres auch der beste Tipp, um umweltschonend Mobiltelefone zu nutzen: Man sollte sie möglichst lange verwenden. Wer braucht schon wirklich einmal im Jahr ein neues Handy?

 

 

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